Im kommenden Ausschuss für Bildung und Migration – direkt nach dem Ausschuss DOPA – stellt Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration, die Ergebnisse des Modellprojekts “KommA – Kommunale Allianzen gegen Rassismus und Hass” vor. Die Stadt Augsburg ist bundesweit eine von zehn Modellkommunen und hat eine umfassende Mitarbeitendenbefragung zu Diskriminierung und Rassismus durchgeführt. Von 1.187 Teilnehmenden an der Befragung gab jede*r Fünfte an, in den letzten zwei Jahren auf der Arbeit persönlich von Diskriminierung betroffen gewesen zu sein.
Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender und personalpolitischer Sprecher: „Diskriminierung und Rassismus machen auch vor den Türen der Stadtverwaltung nicht halt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Stadt Augsburg genau hinschauen und konkret handeln. Mit dieser Befragung und hat Die Stadt Augsburg hat Mut bewiesen, eine Mitarbeitendenbefragung durchzuführen, die Ergebnisse dieser Befragung gemeinsam zu diskutieren und daraus konkrete Schritte abzuleiten, die nun sukzessive umgesetzt werden. Augsburg zeigt damit, wie ein moderner, vielfältiger öffentlicher Dienst aussehen kann, wenn er den Mut zur Selbstkritik mit konkretem Wandel verbindet. Diskriminierung darf keinen Platz in unserer Stadtverwaltung haben – weder gegenüber Kolleg*innen noch gegenüber Bürger*innen!“
Marie Rechthaler, bildungspolitische Sprecherin: „Mit diesem Projekt setzen wir neue Standards im öffentlichen Dienst. Die Ergebnisse der umfassenden Mitarbeitendenbefragung offenbaren Handlungsbedarf: mit gezielten Maßnahmen wollen wir daher nun unsere Führungskräfte sowie Mitarbeitende sensibilisieren und stärken sowie vorhandene Beratungsstrukturen sichtbarer machen. Unser Ziel ist klar: die Friedensstadt Augsburg hat eine Stadtverwaltung, die Haltung zeigt und in Vielfalt stark ist.
Das Modellprojekt KOMMA läuft noch bis Ende August. Umgesetzt wird KOMMA vom Büro für gesellschaftliche Integration in Zusammenarbeit mit der Antidiskriminierungsstelle und dem Büro für Kommunale Prävention. Die KOMMA-Maßnahmen sind Teil eines fortlaufenden Prozesses zur strukturellen Stärkung diskriminierungssensibler Strukturen in der Stadtverwaltung. Weitere Aktivitäten sollen im Rahmen des städtischen Aktionsplans gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit erarbeitet und umgesetzt werden.