Mit dem heutigen Beschluss im Umweltausschuss zur Veröffentlichung der kommunalen Wärmeplanung wird eine Aufgabe abgeschlossen, die eigentlich längst erledigt sein sollte. Diese baut auf den Vorarbeiten der vergangenen Jahre auf, die unter dem Grünen Umweltreferenten Reiner Erben bereits 2021 angestoßen wurden. Augsburg hatte damit beste Voraussetzungen, bei der Wärmeplanung eine Vorreiterrolle in Bayern einzunehmen. Statt diesen Vorsprung zu nutzen, wurde der Prozess jedoch durch den damaligen Regierungspartner CSU immer wieder verzögert und wertvolle Zeit verloren. Dennoch setzt der heutige Beschluss ein wichtiges Signal für die Zukunft Augsburgs. Die kommunale Wärmeplanung schafft die Grundlage dafür, die Wärmewende in den kommenden Jahren gezielt und planvoll umzusetzen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die Planung fortlaufend weiterzuentwickeln, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten und den Stadtrat regelmäßig über die Umsetzung zu informieren sowie eine fortlaufende Beteiligungsmöglichkeit einzurichten.
Peter Rauscher, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion: „Wir GRÜNE freuen uns, dass die kommunale Wärmeplanung nun endlich veröffentlicht wird, auch wenn es viel zu spät passiert. Augsburg hätte hier Vorreiter sein können, stattdessen bilden wir inzwischen das Schlusslicht unter Bayerns größten Städten. Dass die CSU noch 2024 gegen die Veröffentlichung gestimmt hat, war ein fataler Bremsversuch. Der heutige Beschluss ist ein überfälliger Befreiungsschlag: Er schafft endlich Planungssicherheit und Orientierung für Bürger*innen, Unternehmen sowie die Wohnungswirtschaft. Dass die Stadtregierung das Thema nun überhaupt anpackt, entspringt allerdings nicht eigener Überzeugung, sondern dem reinen Druck des Bundesgesetzgebers, der für Großstädte eine strikte gesetzliche Frist bis zum 30. Juni vorschreibt. Wer notwendige Entscheidungen blockiert, verliert wertvolle Zukunftschancen. Genau deshalb müssen wir das Versäumte jetzt im Eiltempo aufholen.”
Corinna Vogelgsang, Mitglied im Umweltausschuss: „Die kommunale Wärmeplanung liefert Antworten auf zentrale Zukunftsfragen für Augsburg. Sie zeigt, wie sich der Wärmebedarf entwickeln wird, welche erneuerbaren Wärmequellen zur Verfügung stehen, wo Wärmenetze sinnvoll ausgebaut werden können und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen notwendig sein werden. Vor allem aber macht sie deutlich, welche Schritte jetzt erforderlich sind, damit die Wärmewende in Augsburg erfolgreich umgesetzt werden kann. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Die Wärmeplanung ist damit kein Endpunkt, sondern der Startschuss für die konkrete Umsetzung, die nun aber mit entsprechender Konsequenz und dem nötigen politischen Willen vorangetrieben werden muss.“