Ab dem 14. Juli befindet sich auf dem Martin-Luther-Platz in Augsburg eine temporäre Klimainsel. Das Projekt ist Teil des städtischen Hitzeaktionsplans und wird voraussichtlich bis Mitte September bestehen. Mit der Klimainsel soll die Kühlung öffentlicher Plätze erprobt werden. Zusätzliche Sitzbänke und mobiles Stadtgrün machen die positiven Effekte von Stadtgrün erlebbar.  Damit soll nicht nur die Aufenthaltsqualität gesteigert, sondern auch das Bewusstsein für notwendige Anpassungen an den Klimawandel geschärft werden. Eine Wiederholung des Projekts ist in Zukunft geplant. In diesem Rahmen soll auch die Integration von Vernebelungsanlagen und Trinkwasserbrunnen geprüft werden.  

Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in Augsburg: „Öffentliche Plätze sind mehr als nur Durchgangsräume – sie sind soziale Treffpunkte, Orte des Austauschs und der Erholung. Gerade im Zuge zunehmender Hitzebelastung müssen wir diese Räume neu denken. Die Klimainsel auf dem Martin-Luther-Platz ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung: Sie schafft nicht nur mehr Aufenthaltsqualität, sondern auch einen konsumfreien Ort zum Verweilen mitten in der Stadt. Mit gezielter Begrünung, schattenspendenden Elementen und verschiedenen Aufenthaltsbereichen testen wir, wie sich Plätze temporär so gestalten lassen, dass sie trotz Hitze nutzbar und einladend bleiben. Ein weiterer Punkt, der uns GRÜNEN besonders wichtig ist: Das Projekt hat einen klaren Lerncharakter – für Stadtverwaltung, Politik und Stadtgesellschaft. Es zeigt, wie groß die Wirkung selbst kleiner, grüner Interventionen sein kann – und wie wichtig es ist, Klimaanpassung im Alltag erlebbar zu machen.“

Dr. Stefan Wagner, stv. Fraktionsvorsitzender:  „Wir GRÜNE begrüßen die temporäre Klimainsel auf dem Martin-Luther-Platz ausdrücklich. Der aktuelle Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe macht unmissverständlich klar: Die Klimakrise ist in unseren Städten längst Realität – und Augsburg ist durch seine hohe Flächenversiegelung besonders stark betroffen. Allein in Deutschland sind im Jahr 2024 laut dem Umweltbundesamt rund 3.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Damit fordert die extreme Hitze mehr Todesopfer als der Straßenverkehr. Was wir brauchen, sind konkrete Maßnahmen, die unsere Stadt widerstandsfähiger gegen extreme Hitze machen. Mehr Grün, mehr Schatten, mehr Aufenthaltsqualität – das sind zentrale Bausteine klimaresilienter Stadtentwicklung. Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen wir flexible, praxisnahe Lösungen. Die  temporäre Erprobung der Klimainsel ermöglicht es uns, neue Ansätze unter realen Bedingungen zu testen. So können wir Erkenntnisse gewinnen und die Wirkung konkreter Maßnahmen sichtbar machen. Unser Umweltreferent Reiner Erben zeigt damit einmal mehr, wie man durch gezieltes Testen zu dauerhaften, wirkungsvollen Lösungen kommt.”

 

Beteiligte Personen