Die Bundesregierung will freiwillige Integrationskurse deutlich einschränken, um Kosten zu sparen. Für viele Menschen, die neu in Deutschland sind, bedeutet das: weniger Chancen, schneller Deutsch zu lernen und ihren Weg in Arbeit und Gesellschaft zu finden. Nach aktuellen Einschätzungen könnten in diesem Jahr rund 130.000 Lernwillige betroffen sein.

Sprache ist der erste Schritt zum Ankommen – im Alltag, im Beruf und in unserer Gesellschaft. In unseren Städten und Gemeinden sehen wir jeden Tag, wie groß die Motivation vieler Menschen ist: Sie wollen arbeiten, eine Ausbildung machen, ihre Familien versorgen und Teil unseres Miteinanders sein. Wenn ausgerechnet an den Sprachkursen gespart wird, trifft das genau diejenigen, die Verantwortung übernehmen wollen – und es schwächt zugleich unsere Integrationsarbeit vor Ort, die auf Verlässlichkeit angewiesen ist.
Gerade in Zeiten, in denen überall über Fachkräftemangel gesprochen wird, sendet diese Entscheidung unserer Meinung nach ein schwieriges Signal. Integration funktioniert nur, wenn Chancen früh eröffnet werden. Wer motivierte Menschen ausbremst, gefährdet nicht nur individuelle Lebenswege, sondern auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Perspektiven.
Wir brauchen eine Politik, die Integration als Investition versteht – in Menschen, in Zusammenhalt und in die Zukunft unseres Landes.

Link zum Instagrambeitrag

Beteiligte Personen