Status: Bearbeitet  

Antwort Baureferat

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fachleute sind sich einig: Der Klimawandel und die Erderwärmung müssen gebremst werden. Das kann nur gelingen, wenn konsequente Maßnahmen ergriffen wer- den, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Nach den Vorgaben des Klima-Bündnisses, dem die Stadt Augsburg 1998 beigetreten ist, sollen seine Mitglieder den CO2-Ausstoß -ausgehend von dem Basisjahr 1990 – alle fünf Jahre um 10 % senken. Dies kann überhaupt nur annähernd erreicht werden, wenn möglichst alle Potentiale der Energie-Einsparung, der Energie-Effizienz und der regenerativen Energieerzeugung genutzt werden. Ein Baustein der Augsburger Klimaschutzpolitik ist daher die verstärkte Nutzung der Solarenergie. Laut einer Aussage der Stadtwerke Augsburg (AZ vom 06.08.2018) wird auf etwa 1 % der Dächer in Augsburg Strom aus der Sonnenenergie gewonnen; etwa 10 % der Dachflächen wären aber dafür geeignet. Für den Ausbau der Solarenergie in Augsburg bestehen danach also noch große Spielräume, die es unserer Meinung nach ver- stärkt zu nutzen gilt. Dem Umweltausschuss wurde daher vom Umweltreferenten Reiner Erben und dem Leiter des Umweltamtes Hans-Peter Koch die “Solaroffensive” angeregt.

Unsere Fraktion stellt daher folgende Anfrage:

  1. Wie werden Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, gerade auch auf Schuldächern, finanziert (Investitionskosten, Wartungs- und Betriebskosten)?
  2. In welcher Höhe stehen Finanzmittel für entsprechende neue Investitionen zur Verfügung?
  3. Stehen im Energiemanagementfond Mittel dafür zur Verfügung? Was wurde in den Jahren 2016 und 2017 aus diesem Fonds finanziert?
  4. Wer ist bei der Stadt Augsburg für die Wartung und Überwachung des Betriebs städtischer Solaranlagen – insbesondere auf den Dächern Schulgebäude – zu- ständig?
  5. Wieviel Anlagen auf städtischen Dächern wurden von externen Dritten auf eigene Kosten installiert, betrieben und gewartet?
  6. Gibt es Bürgersolaranlagen auf kommunalen Dächern oder ist dergleichen in nächster Zeit geplant?
  7. Wieviel der installierten Solaranlagen produzieren Strom für den Eigenverbrauch?

Beteiligte ehemalige Stadträt*innen: Eva Leipprand, Antje Seubert

 

Beteiligte Personen