Silvester kann für viele Menschen und Tiere zu einer stressigen Nacht werden: Lärm, Feuerwerksrückstände, Müll und Verletzungsrisiken belasten Familien, ältere Menschen, Wild- und Haustiere sowie Einsatzkräfte gleichermaßen. Die Grüne Stadtratsfraktion setzt sich dafür ein, dass Augsburg mit einem modernen Silvesterkonzept endlich neue Wege geht. Ziel ist es, bestehende feuerwerksfreie Zonen dauerhaft zu sichern, wo möglich auszuweiten und Alternativangebote wie Lasershows, Lichtprojektionen oder zentrale Feuerwerke zu prüfen. Eine Machbarkeits- und Kostenanalyse bis Ende 2025 soll die Grundlage für eine mögliche Umsetzung ab dem Jahreswechsel 2026/27 schaffen. Kooperationen mit Partnern wie Augsburg Marketing, den Stadtwerken oder der Kulturszene sowie verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sind Teil des Konzepts.
Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Grünen Stadtratsfraktion: „Ich habe als Notfallsanitäter viele Silvesternächte im Dienst verbracht – und dabei schlimme Verletzungen erlebt, die sich leicht hätten vermeiden lassen. Gerade das unkontrollierte Geböllere führt Jahr für Jahr zu unnötigen Einsätzen. Gleichzeitig belastet der Rauch besonders Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen – und der extreme Lärm ist für viele Haus- und Wildtiere purer Stress. Wir wollen deshalb ein Silvester, das Rücksicht nimmt – auf Menschen, Tiere und unsere Umwelt. Statt Individual-Feuerwerk setzen wir auf zentrale, gut geplante Alternativen wie Lichtshows oder gemeinsame Feuerwerke, die für alle sicher, genießbar und verträglicher sind. Augsburg kann hier mit gutem Beispiel vorangehen.“
Dr. Stefan Wagner, stv. Fraktionsvorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion: „Ein modernes Silvester kann Augsburgs Profil als innovative und lebenswerte Stadt stärken. Das erfolgreiche Konzept der Light Nights zeigt: Zentrale Formate wie Lasershows oder Lichtprojektionen können ein gemeinsames Erlebnis für alle schaffen – attraktiv,umweltverträglich und tierfreundlich, für Stadtgesellschaft und Gäste gleichermaßen.“