Die Freilichtbühne am Roten Tor kann ab der Spielzeit 2026 nicht genutzt werden. Aktuelle Bauwerksuntersuchungen zeigen eine deutliche Verschlechterung des Zustands der Tribüne, sodass ein sicherer Betrieb derzeit nicht mehr gewährleistet ist. Eine Sanierung ist daher zwingend erforderlich. Für Besucherinnen und Besucher bleibt der Zugang zu den geplanten Veranstaltungen gesichert. Mit dem Gaswerk Augsburg steht ein alternativer Austragungsort zur Verfügung, an dem ein Großteil des Programms regulär stattfinden kann – teils sogar mit größerer Kapazität.
Der Sanierungsbedarf kommunaler Infrastruktur stellt viele Städte bundesweit vor große Herausforderungen. Entscheidend ist, dass die Stadtregierung sowie der zuständige Referent auf Basis der Erkenntnisse des Gutachten ohne Zeitverzug, sachlich und verantwortungsvoll gehandelt hat.
Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Leo Dietz, CSU-Fraktionsvorsitzender, erklären gemeinsam: „Die Untersuchungen lassen keinen Interpretationsspielraum: Wenn die Sicherheit der Besuchenden nicht mehr gewährleistet ist, muss gehandelt werden. Das ist keine politische Abwägung, sondern eine Frage der Verantwortung.
Gleichzeitig ist jetzt Sachlichkeit gefragt. Eine mögliche Skandalisierung dieses Schrittes wird der Lage nicht gerecht. Hervorzuheben ist zudem, dass frühzeitig mit den Programmverantwortlichen und dem Staatstheater Lösungen erarbeitet wurden und das kulturelle Angebot für das Publikum weiterhin zugänglich bleibt. Auf dem Gaswerk findet die Freilichtbühne eine adäquate und charmante Interimsbühne Mitten im Kreativquartier unserer Stadt und zudem direkt neben den Werkstätten des Theaters.“