Die Stadtratsfraktionen von Grünen und CSU begrüßen die deutlich verbesserten Realisierungschancen für ein neues Römermuseum in Augsburg. Mit der Zusage des Freistaats, bis zu 50 Prozent der Investitionskosten zu übernehmen, liegt erstmals eine verlässliche finanzielle Grundlage vor. Die Machbarkeitsstudie empfiehlt darüber hinaus den Standort Karmelitengasse als bestbewertete Option. Gleichzeitig setzt die Verwaltung mit einer Kostenobergrenze von 60 Millionen Euro einen verbindlichen finanziellen Rahmen, der Planungssicherheit schafft und die Umsetzung des Projekts solide absichert.

Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender der grünen Stadtratsfraktion: „Seit langem kämpfen wir für einen neuen Ort um unser kulturelles Erbe angemessen unterzubringen und den Menschen zugänglich zu machen. Das neue Römermuseum ist ein kultureller Meilenstein für unsere Stadt. Mit der Zusage des Freistaats und der klaren Empfehlung der Machbarkeitsstudie haben wir jetzt die Grundlage, um dieses wichtige Projekt verantwortungsvoll umzusetzen.
Unser Dank gilt Kulturreferent Jürgen Enninger und seinem Team, die mit viel Fachlichkeit und Beharrlichkeit die entscheidenden Vorarbeiten geleistet haben. Er hat früh dafür gesorgt, dass wir nicht nur über einen Neubau sprechen, sondern dass alle inhaltlichen, fachlichen und strukturellen Grundlagen sauber vorbereitet sind.
Das Museum bietet die Chance, sichtbar zu machen, was Augsburg schon in der Antike war – und bis heute ist: eine vielfältige Stadtgesellschaft mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebenswelten. Diese Diversität prägt unsere Identität und passt zu unserem Verständnis eines offenen, urbanen Augsburgs. Besonders wichtig ist uns, dass das Museum in städtischer Verantwortung bleibt, damit unser römisches Erbe auch künftig in unseren eigenen musealen Strukturen weiterentwickelt wird.
Augsburg erhält damit die Chance, sein römisches Erbe zeitgemäß, attraktiv und für alle Generationen zugänglich zu präsentieren. Das stärkt unsere Identität, unseren Bildungsauftrag und nicht zuletzt den Kulturtourismus. Wir freuen uns, dass es jetzt vorangeht.”

Andreas Jäckel, Stadtrat und kulturpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion: „Augsburgs reiche römische Vergangenheit verdient einen würdigen Ort, an dem Geschichte für alle spürbar wird. Mit der durchgeführten Machbarkeitsstudie öffnen wir die realistische Chance, ein vollwertiges römisches Museum zu errichten – und zwar nicht irgendwo, sondern an einem Standort, der mit der Stadtgeschichte verwoben ist. Die Empfehlung der Verwaltung, die ehemalige Justizvollzugsanstalt in der Karmeliten­gasse als favorisierten Standort weiterzuverfolgen, ist aus unserer Sicht genau richtig: Dort verschmilzt historisches Erbe mit Gegenwart, mit Potenzial für ein modernes, lebendiges Museum. Die Variantenauswahl der Studie — von Karmelitengasse über Predigerberg bis zum Ballenhaus — zeigt: Wir nehmen die Verantwortung für unser Erbe ernst und wägen sorgfältig ab. Doch klar ist: Eine gute Standortentscheidung darf nicht am günstigsten Preis allein festgemacht werden — sie muss Raum bieten für Qualität, Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit. Ein solches Museum ist eine Investition für kommende Generationen. Es sichert den wertvollen Fundschatz unserer Stadt, macht ihn der Bevölkerung zugänglich und stärkt gleichzeitig das kulturelle Profil Augs­burgs auf nationaler Ebene. Unser großer Dank gilt unserer Oberbürgermeisterin Eva Weber, die es durch beharrliches und konsequentes Verhandeln geschafft hat, eine Landesförderung durch den Freistaat Bayern zu erhalten. Genau deswegen und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt für ein römisches Museum zu gehen.“



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