Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

städtische Bäder sind wichtige Orte der Erholung, Bewegung und Begegnung. Außerhalb der Schwimmsaison liegen viele dieser Flächen jedoch ungenutzt da – obwohl sie gerade in dieser Zeit ein großes Potenzial für alternative Nutzungen bieten. Die erfolgreiche Zwischennutzung des ehemaligen Sportbads am Plärrer hat gezeigt, dass solche Räume auch jenseits des klassischen Badebetriebs als attraktive Orte für Kultur, Sport, Begegnung und Stadtteilentwicklung dienen können.

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt daher, die Stadtverwaltung möge prüfen:

  1. welche städtischen Bäder sich außerhalb der Badesaison für alternative Nutzungen eignen,
  2. welche Formate in Betracht kommen (z. B. kulturelle, sportliche oder soziale Angebote),
  3. welche organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen,
  4. welche Kosten und möglichen Erlöse mit solchen Nutzungen verbunden wären und
  5. wie eine solche Öffnung partizipativ, insbesondere unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft und lokaler Akteur*innen, umgesetzt werden kann.

Begründung:

Die Zwischennutzung des ehemaligen Sportbads am Plärrer hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich städtische Infrastrukturen auch außerhalb ihrer ursprünglichen Bestimmung kreativ, wirtschaftlich und gemeinschaftsfördernd einsetzen lassen. Indem ungenutzte Badeflächen temporär geöffnet werden, kann zusätzlicher Raum für kulturelle Veranstaltungen, Bewegungsangebote oder soziale Projekte entstehen und eine nachhaltige Nutzung bestehender Infrastruktur gefördert werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Beteiligte Personen