Das Theaterviertel ist ebenso lebendig wie die Debatte – und das ist gut und wichtig für eine demokratische Stadtentwicklung. Unter dem Titel „Straßen zu Orten machen – Neue Wege fürs Theaterquartier“ hat die Grüne Stadtratsfraktion am 24. Juli zu einer Podiumsdiskussion ins Yolo Toast eingeladen.
Mit hochkarätigen Gästen auf dem Podium – Staatsintendant André Bücker, Richard Goerlich vom Verein Theaterviertel Jetzt!, Architekturprofessor Christian Bauriedel (THA Augsburg) sowie Kulturreferent Jürgen Enninger – wurde intensiv diskutiert, wie das Theaterquartier zu einem Ort mit kultureller Strahlkraft, hoher Aufenthaltsqualität und starker sozialer Teilhabe entwickelt werden kann.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, und Verena von Mutius-Bartholy, kulturpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Peter Rauscher: „Augsburg darf hier nicht wieder die Chance verpassen. Wir haben mitten in der Stadt ein Viertel, das schreit nach Aufbruch. Diesen schaffen wir nur gemeinsam – mit Anwohner*innen, Initiativen, Verwaltung und Eigentümer*innen. Ein demokratischer Stadtentwicklungsprozess lebt von Beteiligung, Vielfalt und Dialog. Die Neugestaltung rund um das Staatstheater ist eine große Chance für Augsburg – nicht nur architektonisch, sondern auch gesellschaftlich. Wir wollen eine Innenstadt, die nicht nur wirtschaftlich funktioniert, sondern auch sozial, ökologisch und kulturell überzeugt.”
Verena von Mutius-Bartholy: „Das Theaterquartier bietet die einmalige Gelegenheit, mutige und klimagerechte Stadtentwicklung zu gestalten – mit den Menschen vor Ort, nicht über ihre Köpfe hinweg. Wir wollen Räume für Begegnung und Kultur schaffen, die dauerhaft wirken und das Viertel lebendig halten. Trotz der anregenden Diskussion waren wir uns mit den Podiumsteilnehmer*innen einig: Der neue Theaterbau muss mehr sein als ein Bauprojekt – er kann Impulsgeber für ein offenes und kreatives Quartier werden.”