Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

die Verbesserung des Geh- und Radwegenetzes ist ein wichtiges Anliegen der Stadt Augsburg. Gleichzeitig ist die Stadt zu Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit angehalten.

Vor diesem Hintergrund stellt die Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN folgenden Antrag:

  1. Das Referat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen beschränkt sich bei dem am 03.04.2025 vom Bauausschuss beschlossenen Ausbau des Geh- und Radwegs Kirschenweg ausschließlich auf die von vielen Ausschussmitgliedern befürwortete witterungsfeste Gestaltung des bestehenden Wegs unterVerzicht auf flankierende Maßnahmen wie Beleuchtung, zusätzliche Bäume oder vorgezogene Seitenräume, um die Kosten auf ein notwendiges Mindestmaß zu begrenzen.
  2. Das Referat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen erhebt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort den Bedarf nach Verbesserung von Geh- und Radwegen an anderen Stellen im Nordosten der Stadt – insbesondere bei den als „Freizeitverbindungen” eingestuften Wegen in der Nähe des Lechufers.

 Begründung:

Der Ausbau des Geh- und Radwegs Kirschenweg ist eine sinnvolle Maßnahme. Der derzeitige Weg ist für den Geh- und Radverkehr nach Regen oder Schneefall nicht gut passierbar, und auch der Begegnungsverkehr zweier Personen im Rollstuhl oder Kinderwagen ist so stark erschwert. Die Herstellung eines dichten Geh- und Radwegenetzes ist Bestandteil des städtischen Fußverkehrskonzepts, der Fahrradstadt-Zielsetzung und des Augsburger Mobilitätsplans.

Gleichzeitig treffen die mit etwa 300.000 € bezifferten Kosten der Maßnahme auf Unverständnis in Teilen der Bevölkerung. Durch einen Verzicht auf Beleuchtung, Baumpflanzung und Anpassung der Wegebeziehungen an beiden Enden des Weges lassen sich diese Kosten aber deutlich senken. Mit Blick auf die Ausschussberatungen liegen die Kosten einer Asphaltierung bei weit unter 100.000 €. Das Ziel einer besseren Verbindung der Stadtteile Hammerschmiede und Firnhaberau kann so zu vertretbaren und nachvollziehbaren Kosten erreicht werden.

Da mehrfach der Wunsch geäußert wurde, dass auch andere Geh- und Radwegeverbindungen im Nordosten verbessert und ausgebaut werden sollten, erscheint es sinnvoll, insbesondere die Wege in der Nähe des Lechufers einer entsprechenden Prüfung zu unterziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Beteiligte Personen