Der Bauausschuss hat die Einführung eines Parkraummanagements im Antonsviertel beschlossen. Damit setzen CSU und GRÜNE ein wichtiges verkehrspolitisches Projekt um, das die Parksituation im Quartier nachhaltig verbessern soll. Bestandteile des neuen Konzepts sind Bewohnerparken, Parkscheibenregelungen sowie die Möglichkeit, gegen eine moderate Gebühr am Parkplatz der Erhard-Wunderlich-Halle auch länger parken zu können. Gleichzeitig wird mit der Planung eines langfristigen Mobilitäts-Hubs ein entscheidender Schritt für eine zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung im Quartier angestoßen. Die bisher nicht zugeordneten Stellplätze in der südlichen Rosenaustraße werden vorübergehend dem Bewohnerparkgebiet M (Rosenau- und Thelottviertel) zugeschlagen, bis dort die geplante Umgestaltung erfolgt. GRÜNE und CSU danken der Bauverwaltung für die gründliche Parkraumanalyse und die sorgfältige Ausarbeitung des Konzepts, das die unterschiedlichen Interessen im Viertel abgefragt und berücksichtigt hat.

Dr. Deniz Anan, mobilitätspolitischer Sprecher der GRÜNEN: „Die Parkraumanalyse zeigt, dass im Antonsviertel viel geparkt wird, vor allem von Auswärtigen. Das Bewohnerparken entlastet die Menschen vor Ort. Die Bauverwaltung hat nun ein ausgewogenes Konzept vorgelegt, das die Bedürfnisse der Bewohnerschaft mit denen der Besucher*innen und Gewerbetreibenden in Einklang bringt. Das Quartier bleibt gut erreichbar, denn Kurzparken ist mit Parkscheibe nach wie vor kostenlos möglich, und vor der Erhard-Wunderlich-Halle kann man gegen eine geringe Gebühr sogar ganztägig parken. Und via Straßenbahn und Fahrrad ist das Antonsviertel ohnehin optimal angebunden. Perspektivisch kann der geplante Mobilitäts-Hub zusätzlich für Entlastung sorgen: Eine solche Quartiersgarage würde es uns ermöglichen, das Quartier noch lebenswerter zu gestalten, etwa durch breite Gehwege und zusätzliche Begrünung.“

Leo Dietz, CSU-Fraktionsvorsitzender: „Das Parkraummanagement im Antonsviertel ist ein längst überfälliger Schritt, um den hohen Parkdruck im Viertel wirksam zu reduzieren und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner zu stärken. Die Auswertung aus dem Jahr 2023 hat klar gezeigt, dass die öffentliche Parkraumauslastung dauerhaft bei über 80 Prozent liegt – teilweise sogar deutlich darüber. Damit ist eindeutig belegt, dass eine Bewohnerparkregelung notwendig und rechtlich gut begründet ist. Mit dem neuen Konzept gehen wir bewusst über das reine Bewohnerparken hinaus. Wir möchten ein ausgewogenes System aus Bewohnerstellplätzen und bewirtschafteten Kurzzeitparkplätzen schaffen, das auch Gewerbetreibende, Handwerker, Besucherinnen und Besucher berücksichtigt. Gleichzeitig eröffnet die Perspektive eines Quartierparkhauses mit einem Mobilitäts-Hub, der alternative Verkehrsmittel und Sharing-Angebote einbindet, eine langfristige Entlastung des Quartiers. Uns ist wichtig, dass die Umsetzung fair, transparent und nachvollziehbar erfolgt. Eine Bewohnerparkzone darf niemanden benachteiligen, sondern soll das gesamte Quartier stärken. Mit der vorliegenden Vorlage haben wir nun eine datengestützte und belastbare Grundlage, die eine nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrsgestaltung im Antonsviertel ermöglicht.“

 

Beteiligte Personen