Die Sommer werden heißer, die Nächte tropischer – auch in Augsburg. 2023 zählte die Stadt mehr als 20 Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Für viele Menschen bedeutet das mehr als nur Schwitzen: Hitze gefährdet die Gesundheit, vor allem bei älteren Menschen, Kindern oder Wohnungs- und Obdachlosen. Um Augsburg besser auf diese Extremwetterlagen vorzubereiten, wird am 14. Juli im Umweltausschuss der neue Hitzeaktionsplan vorgestellt. Der darin enthaltene Maßnahmenkatalog ist ein Leitprojekt des Klimawandelanpassungskonzepts (KASA), das im Umweltreferat unter Reiner Erben entwickelt wurde, und verfolgt das Ziel, die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze für die Bevölkerung nachhaltig zu verringern und die Belastung auf das Gesundheitssystem zu reduzieren. Der Plan definiert klare Zuständigkeiten, Aufgabenbereiche und verbessert die Koordination sowie Kommunikation zwischen den beteiligten Akteur*innen. Neben der allgemeinen Sensibilisierung für Hitzebelastung enthält der Hitzeaktionsplan auch konkrete Handlungsempfehlungen und Verhaltenshinweise – sowohl für öffentliche Einrichtungen als auch für Vereine, Veranstaltende oder Kindertageseinrichtungen und Schulen. Darüber hinaus beinhaltet der Hitzeaktionsplan auch konkrete Projekte, wie beispielsweise die Klimainsel am Martin-Luther-Platz zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität. 

Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in Augsburg: „Der Hitzeaktionsplan ist kein Nice-to-have, sondern eine überlebenswichtige Antwort auf die Realität der Klimakrise – auch hier bei uns in Augsburg. Besonders gefährdet sind Menschen, die ohnehin wenig Schutz haben: ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Wohnungslose oder Menschen mit Suchterkrankungen. Für uns GRÜNE ist klar: Es reicht nicht, nur zu informieren – wir müssen handeln. In Schulen etwa braucht es nicht nur Verhaltenstipps, sondern echte Veränderungen: mehr Schatten, entsiegelte Schulhöfe, Trinkbrunnen und frische Luft in den Klassenzimmern. Hitzeschutz ist eine Querschnittsaufgabe – von der Stadtplanung bis zur sozialen Infrastruktur. Unser Umweltreferent Reiner Erben zeigt mit dem Hitzeaktionsplan, was vorausschauende Klimapolitik leisten kann: Verantwortung übernehmen, konkret werden und dabei immer die Menschen im Blick behalten. So gestalten wir ein gesundes, gerechtes und zukunftsfähiges Augsburg.“

Dr. Stefan Wagner, stv. Fraktionsvorsitzender: „Wir erleben in Augsburg immer häufiger heiße Tage mit Temperaturen um oder über 30 Grad – eine direkte Folge des Klimawandels, die wir nicht länger ignorieren können. Diese Hitze stellt, neben den gesundheitlichen Risiken,  auch eine zunehmende Belastung für das städtische Leben insgesamt dar.  Wir GRÜNE begrüßen den Hitzeaktionsplan ausdrücklich, denn es geht darum, nicht nur zu reagieren, wenn es bereits zu spät ist. Wir müssen präventiv Strukturen schaffen, die im Ernstfall schnell und effektiv greifen. Durch klare Abläufe, definierte Zuständigkeiten und eine verlässliche Kommunikation können sowohl Einzelpersonen als auch Einrichtungen in unserer Stadt künftig besser handeln – und das, bevor kritische Situationen überhaupt entstehen. Mit dem Hitzeaktionsplan ergänzen wir bestehende Maßnahmen wie das Klimawandelanpassungskonzept oder das Projekt Smartes Stadtgrün um eine essenzielle organisatorische und vorsorgende Komponente. Damit  haben wir ein wichtiges Instrument, um die Klimakrise vor Ort wirksam zu bewältigen und Augsburg zukunftsfest zu machen.“

Beteiligte Personen